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Projektarbeit in den 3. Klassen

Riesenseerose – Crystal Palace

(Schülerbericht)

Da die Projektwoche dafür gedacht ist, eigenen Interessen nachgehen zu dürfen, wollten wir die Zeit nützen, um festzustellen, ob zwischen der Blattunterseite der Riesenseerose und dem Überdachungssystem des Crystal Palace, dem beeindruckenden Bauwerk von Joseph Paxton, eine Analogie besteht.

Die im Jahre 1833 nach Queen Victoria benannte Riesenseerose ist eine der eindrucksvollsten Pflanzen der Welt. Die Blätter mit dem hochgewölbten Rand können einen Durchmesser von bis zu 3m erreichen. Die riesigen Blätter sind perfekt für Leichtbaukonstruktionen geeignet und können jeweils bis zu 80 kg Gewicht tragen.

Sir Joseph Paxtons bekannteste Planung, der Crystal Palace, welches als Ausstellungsgebäude für die 1. Weltausstellung  1851 in London realisiert wurde, ist hauptsächlich aus Glas und Gusseisen–Fertigteilen gebaut.

Wir nehmen an, dass er das Stabilisierungsprinzip der Blattunterseite der Riesenseerose mit anderen Materialien und Größenverhältnissen auf seine Bauwerke übertragen hat. Prinzipiell sind aus statischer Sicht die Struktur des Blattes und die Konstruktion des Crystal Palace miteinander vergleichbar.

Unser Fazit

Dass bei der Planung des Crystal Palace die Blattstruktur der Seerose einen maßgeblichen Einfluss gespielt haben dürfte, ist eindeutig ersichtlich. Es dürften daneben aber ebenso die Fensterseerosen gotischer Kirchen mehr oder weniger Inspiration geboten haben.

Weitere Verarbeitungen, die auf Konstruktionselemente des Blattes hinweisen, zeigen sich beispielsweise bei der Vorderseite der halbkreisförmigen Palastkuppel.  Der Londoner Crystal Palace weist zudem ähnliche Stabilitätsstrukturen wie die Blattunterseite der Riesenseerose auf.

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