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GLOBAL GOALS DESIGN JAM

Was ist ein Global Goals Design Jam?

Wir kennen Jam-Sessions aus der Musik: Musikerinnen und Musiker, die sonst nicht ein und derselben Band angehören, kommen zusammen, experimentieren und entwickeln vielleicht gemeinsam ein neues Stück. Es geht um den ´Flow´, darum, gemeinsam zu experimentieren und etwas Neues zu entwickeln. Wenn alle gleichsinnig denken, fühlen und handeln, wird das eigene Stück im Gleichklang gut und harmonisch. Dabei gewinnt das eigene Projekt an Individualität und Zukunftssicherheit. In Anlehnung daran kommen bei einem Global Goals Design Jam Schülerinnen und Schüler zusammen, um gemeinsam innovativ-nachhaltige Ideen zu entwickeln, die die Welt besser machen. Es geht konkret um die 17 Ziele einer nachhaltigen Entwicklung, den Sustainable Development Goals oder Global Goals, die 2015 von den Vereinten Nationen im Rahmen der Agenda 2030 verabschiedet wurden mit dem Ziel, ein gutes Leben für alle Menschen auf der Erde zu erreichen. 2015 haben sie die United Nations definiert, durch die ein gutes Leben auf der Erde für alle Menschen erreicht werden soll.

 

Welche Idee ist dahinter?

Schülerinnen und Schüler sollen sich mit Themen der nachhaltigen Entwicklung auseinandersetzen, für sie bedeutende Herausforderungen (design challenges) formulieren und in einem kreativen Prozess konkrete Lösungsideen entwickeln und in Form eines Prototypens darstellen. Der gegenseitige Austausch und die thematische Auseinandersetzung fordern und formen eigene Vorstellungen, erweitern Horizonte erweitern und bringen die entstandenen Konzepte und Prototypen auf eine höhere Ebene, indem die in ihnen materialisierten Ideen in Diplomarbeiten einfließen und zum Teil tatsächlich realisiert werden. Bei der Auseinandersetzung, aber auch bei der späteren Umsetzung unterstützen Expertinnen und Experten aus den unterschiedlichen Disziplinen wie Raumplanung, Ökologie, Ökonomie, Soziologie, Technik, Architektur, etc. Helga Mayr (Pädagogische Hochschule Tirol, Universität Innsbruck) und Adam Lawrence (workplayexperience), die beiden Moderatoren und ´Erfinder*in´ des Bildungsformats Global Goals Design Jam, machten erfahrbar, dass zeitlich komprimiert mit gut gesetzten methodisch logischen Sequenzen für Nachhaltigkeit sensibilisiert und die eigene Arbeit entsprechend bereichert werden kann.

 

Welches Ziel hat das Projekt?

Das Projekt zielt darauf ab, jungen Menschen eine Gelegenheit zu geben, sich als wirksame Gestalter*innen zu erleben. Es ist ein Bildungsangebot, das jungen Menschen Chancen eröffnet und Möglichkeiten aufzeigt, wie sie Gesellschaft mit der Natur als Lebensgrundlage mitgestalten können. Lehrende und Lernende an der HTL Rankweil können ihre Kompetenzen einbringen und weiterentwickeln, indem sie sich mit Problemen auseinandersetzen und visionäre Lösungen entwickeln. Mit einer Technik, die begeistert.

 

Wie ist die Umsetzung?

Seit Jahren setzen sich die Schüler*innen der 5. Jahrgänge im Rahmen ihrer abschließenden Diplomarbeiten mit realweltlichen Herausforderungen auseinander. Sie interagieren dabei mit Entscheidungsträger*innen, Projektpartner*innen... und entwickeln konkrete Lösungen. Mit der Teilnahme an einem Global Goals Design Jam wollen wir sie dazu anregen, in ihren Arbeiten den Aspekt der Nachhaltigkeit stärker zu berücksichtigen und ihr vorhandenes Potential auszuschöpfen. Denn sie, unsere Maturant*innen und späteren Absolvent*innen, gehören zu den großen Hoffnungsträger*innen.

 

Wie geht es weiter?

Im Team werden individuelle Projekte entworfen, präsentiert und aus diesen ein Leitprojekt gewählt. Dessen Weiterentwicklung wird in Teams mit Unterstützung durch die betreuenden Lehrpersonen, geleistet. Am Ende des ersten Semesters sollen die Teams im Rahmen eines weiteren Workshops den Status ihrer Arbeiten präsentieren und mit Hilfe von Expert*innen-Feedback weiterentwickeln. Wir würden uns dann wieder als Ort der neuen Veranstaltung den wunderbar geeigneten Raum im VEREINSHAUS Rankweil wünschen. An dieser Stelle sei nochmals einem unserer größten Förderer, der Marktgemeinde Rankweil, ihren engagierten Mitarbeiter*innen und besonders bei Bürgermeisterin Katharina Wöss-Krall, Natalie Wojtech und GR Alexander Alejandro Schwaszta gedankt.

 

Wem ist noch zu danken?

Für die Organisation, Umsetzung, Begleitung und Moderation: Dr. Stefan Obkircher - Überörtliche Raumplanung Abteilung Raumplanung und Baurecht (VIIa) — Amt des Landes Vorarlberg.

MMag.a Helga Mayr - Lehrauftrag für Bildung für Nachhaltige Entwicklung an der PH Tirol

Adam Lawrence - Erfinder des Formats DesignJam.

Architekt Dipl.-Ing. Andreas Postner - Lehrer an der HTL Rankweil i.R. - Universität Klagenfurt (Bildungswissenschaft) und Nachhaltigkeits-Experte im Bildungsministerium.

Architekt Dipl.-Ing. Gerhard Renk – Lehrer an der HTL Rankweil.

 

Besten Dank im Sinne der Nachhaltigkeit allen zahlreichen Expertinnen und Experten, die an den beiden intensiven Workshop-Tagen mitgearbeitet haben – vom Amt der Vorarlberger Landesregierung, Energieinstitut, Universitäten Liechtenstein und Innsbruck, Ökologieinstitut, Wirtschaftskammer, Ärztekammer.

Nico Kantner und Dr. Claudio Tedesci sowie den Jugendbotschafter*innen der CARITAS für deren lebendige SDJ-Ausstellung in unserer Aula an der Schule.

Der WISTO (Wirtschafts-Standort Vorarlberg GmbH+ Marke Vorarlberg) in Person von Christina Meusburger und Christian Lampert für die Kooperation, Dokumentation und die Förderung. Dem Leiter der Raumplanung im Amt des Landes Vorarlberg Dipl.-Ing. Lorenz Schmidt für die großartige Idee und die Förderung.

 

Zitat: „Sage es mir, und ich vergesse es - zeige es mir, und ich werde mich erinnern - lass es mich tun, und ich behalte es.“ Konfuzius - vermutlich von 551 v. Chr. bis 479 v. Chr.

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